Schwanger! Das 1. Trimester – Es kann nur besser werden!

Wow, ich schaue auf den Kalender und sehe, dass der Januar bald schon wieder vorbei ist. Rückblickend betrachtet, sind die letzten Monate wie im Flug vergangen, aber da diese Monate so heftig und gleichzeitig so wundervoll waren, kommt es mir auch vor, wie ein ganzes Leben. Denn seit einigen Monaten, bin ich schwanger!

Alles begann an dem Montag nach dem wir aus dem Urlaub zurück gekommen sind, an dem Tag an dem meine Periode hätte kommen sollen. Aber da ich irgendwie schon dieses Gefühl hatte, dass es geklappt haben könnte, habe ich mich spontan dazu entschieden einen Test zu machen. Und da war er, der zweite Strich. Eigentlich dachte ich, ich würde in diesem Moment komplett austasten vor Freude und weinen, aber so war es irgendwie nicht. Ich konnte es irgendwie nicht glauben und es hat sich garnicht real angefühlt. Obwohl es absolut gewünscht war, war es so ein Schockmoment und neben der Freude, hatte ich in erster Linie eigentlich nur Angst. Angst, dass da vielleicht doch etwas nicht stimmt oder irgendetwas schiefgehen könnte, aber zu den Ängsten kommen wir später noch.

Danach begann erst einmal das große Warten, denn weil es noch so früh war, sollte ich erst zwei Wochen später zum Arzt. ZWEI WOCHEN!! Erst seit dem weiß ich wirklich, wie lang zwei Wochen sein können. Ich war in dieser Zeit wirklich sehr zwiegespalten. Super glücklich, gleichzeitig wollte ich mich auch nicht zu früh freuen, hatte Angst und war unfassbar nervös. Ich habe ständig einfach so geheult und war echt launisch. Es war alles echt viel und das, obwohl ich mich so darauf vorbereitet habe. Je näher der Termin gerückt ist, desto schlimmer wurde es. Aber Leute ich sage euch, der Moment, in dem ich diese winzige Blase mit dem kleinen Herzschlag gesehen habe, war echt überwältigend und hat mein Leben für immer auf den Kopf gestellt!

Die ersten Anzeichen

Bereits wenige Tage nach meinem Eisprung, war etwas anders. Ich hatte das Gefühl ich würde meine Periode bekommen, dabei wusste ich ja, dass es noch viel zu früh wäre. Dieses Ziehen hielt einige Wochen an und war mal stärker und mal schwächer. Die Gebärmutter bereitet sich eben direkt vor und beginnt zu wachsen. Außerdem haben sich mein Essverhalten und mein Geruchssinn sofort verändert. Schon während der zweiten Urlaubswoche hatte ich ständig Hunger und konnte es kaum bis zur nächsten Mahlzeit aushalten. Ich habe jeder Mahlzeit total entgegen gefiebert, aber die vielen Gerüche am Buffet waren plötzlich total unangenehm. Außerdem wurde mir ständig total schwindelig, und ab und zu auch etwas übel (zumindest dachte ich zu dem Zeitpunkt ich wüsste was Übelkeit bedeutet, aber mittlerweile weiß ich – dem war nicht so!). Bei meinem Termin erzählte ich also meiner Ärztin von meinen „Wehwehchen“ und war richtig froh, dass ich wohl eine der Frauen bin, die vorm Erbrechen verschont blieb…

…und dann ging es richtig los!

Schon einige Tage später schlug die Übelkeit ein wie eine Granate!! Plötzlich war mir so unfassbar schlecht, wie noch nie in meinem Leben. Gleichzeitig war da auf einmal diese unfassbare Müdigkeit. Es fühlte sich an, wie der Karter meines Lebens, aber es ging einfach nicht mehr weg und das Wochen lang! Ich wurde krankgeschrieben und verbrachte die Tage auf der Couch – schlafend. Keine Ahnung wie ein Mensch so viele Stunden schlafen kann, ohne irgendwie fitter zu werden. Doch obwohl es mir so schlecht ging und ich oft zur Toilette rannte, weil ich dachte es wäre so weit, musste ich mich in den ersten Wochen nicht übergeben. Glück gehabt, dachte ich…

Ab ca. der 10. Schwangerschaftswoche wendete sich das Blatt ein wenig. Die Müdigkeit war noch da, wurde aber etwas besser und auch die Übelkeit gab nach. Doch dann ging Kotzerei los (entschuldigt die Ausdrucksweise, aber mir fällt kein schönerer Ausdruck ein). Jeden Morgen und immer wenn mein Magen irgendwie leer war, aber vor allem beim Zähne putzen. Oh man ich sag euch, das ist echt der Endgegner – bis heute und ich denke, das wird wohl auch bis zum Schluss so bleiben.

Da es heute nur um die ersten 12 Wochen gehen soll, lasse ich das erst einmal so stehen, denn leider wurde es bis dahin nicht wirklich besser. Manche Tage waren okay, manche waren die Hölle. Aber wenn du gerade in dieser Situation stecken solltest, denk immer daran: Je schlechter es dir geht, desto besser geht es deinem Kind und umso sicherer bleibt die Schwangerschaft bestehen. Denn es bedeutet, dass der HCG-Wert richtig hoch ist und dein Baby sich perfekt eingenistet hat. So hat meine Ärztin mir das erklärt und dieser Gedanke hat die Zeit wirklich erträglich gemacht.

Ängste, die vorher nie da waren

Ich denke jedem ist bewusst, dass man sich als Mutter immer Sorgen um sein Kind macht, aber wie stark diese Angst sein kann, konnte ich mir vorher wirklich nicht vorstellen! Oh man, während ich versuche das irgendwie in Worte zu fassen, kommen mir schon wieder die Tränen. Mit dem positiven Test kam die Angst. Was ist, wenn die Periode doch noch kommt. Was wenn die Fruchthöhle leer ist. Was wenn das Herz nicht schlägt. Was wenn es zu einer Fehlgeburt kommt. Man denkt es wird nach der 12. Woche besser, wird es aber nicht, denn auch wenn das Risiko dann kleiner wird, kann immer etwas schiefgehen. Vor jedem Arztbesuch bin ich so nervös wie ich noch bei keinem Vorstellungsgespräch war. Dann sieht man plötzlich wie das Herzchen schlägt und alles ist wieder gut.

Jetzt wo ich hier sitze und das schreibe, bin ich bereits in der 19. Woche und die Angst ist noch nicht besser. Als ich meiner Mutter von diesem Gefühl erzählt habe, sagte sie einen Satz, der so wahr ist, dass ich ihn wohl nie wieder vergesse: „Lena, diese Angst die du jetzt fühlst wird dich für immer begleiten, denn du bist jetzt eine Mutter und eine Mutter hat immer Angst um ihr Kind, egal wie alt es ist!“

Tipps & Tricks um das erste Trimester erträglicher zu machen

  1. Esse viele kleine Mahlzeiten und das ständig! Ich weiß, wahrscheinlich hast du gerade alles andere als Appetit aber essen hilft so sehr, denn sobald der Magen leer ist, wird die Übelkeit schlimmer. Versuche am besten immer etwas Kleines dazuhaben und versuche große Portionen zu vermeiden. Alle werden dir jetzt sagen diese Mahlzeiten sollen gesund sein, das wäre natürlich perfekt. Aber ich denke wenn es dir wirklich schlecht geht, dann iss einfach das was sich gut anfühlt und in dir keinen Brechreiz auslöst, denn das ist manchmal nicht so leicht zu finden!
  2. Wasser mit Zitrone. Mein Wundermittel! Natürlich ging die Übelkeit dadurch nicht weg, aber so habe ich das Wasser wenigstens runter bekommen und das ist gerade in der Schwangerschaft super wichtig und du hast auch noch ein paar Vitamine dabei. Ich muss auch wirklich sagen, dass ich das Gefühl hatte, dass die Zitrone manchmal auch ein wenig geholfen hat.
  3. Bleib zu Hause wenn es nicht anders geht. Denn du hilfst keinem, wenn du wie ein Schluck Wasser in der Kurve auf der Arbeit hängst und ständig zur Toilette rennen musst! Bleib zu Hause, leg dich hin und kümmere dich um dich und dein Baby.
  4. Frische Luft tut so gut! Da meine Hunde ja raus müssen, egal wie es mir geht musste ich mich täglich zusammenreißen und spazieren gehen und das war die beste Zeit des Tages. Die frische Herbstluft tat so unfassbar gut und dein Kreislauf wird dir danken, wenn du dich auch mal ein bisschen bewegst.
  5. Probiere dich durch. Das sind nur die Dinge, die mir geholfen haben und vielleicht bringt es bei dir nichts. Mir wurde auch so viel empfohlen und nichts hat wirklich geholfen, deshalb probiere so viel wie möglich und versuche deinen eigenen Weg zu finden.
  6. Und das wichtigste zum Schluss: Lass es langsam angehen! Es wird dir wahrscheinlich nicht gefallen, dass einige Dinge nicht mehr so funktionieren wie sonst. Aber in deinem Körper wächst ein kleiner Mensch, das heißt du bist nicht mehr Priorität Nr. 1 für deinen Körper und das spürt man. Also hör auf deinen Körper und passe das Tempo an. Dann bleibt eben mal der Haushalt liegen, aber Hauptsache du und dein Baby sind gesund!

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