Wie ein Hund dein Leben verändert – Mein Baby wird 4 Jahre alt

Heute ist der 9. Oktober 2018. Heute vor genau vier Jahren erblickte mein kleiner Sonnenschein das Licht der Welt. Sie kam zwar erst 8 Wochen später zu mir, aber trotzdem ist das doch mal ein guter Anlass um über dieses wundervolle Geschenk zu reden.

Im Sommer vor 4 Jahren starb mein alter Hund Joschi, der schon zu uns kam als ich noch ein kleines Kind kam. Er war sehr ausergewöhnlich und das sage ich nicht, weil das jeder von seinem Hund behauptet, sondern weil er echt einen an der Waffel hatte. Aber egal wie es war, ich hatte ihn einfach so lieb und mein Herz brach, als ich während meinem Praktikum in Tunesien erfahren musste, dass er nicht mehr da sein wird, wenn ich wieder nach Hause komme. Ich war echt am Ende und super traurig.

Als ich dann Wiede zu Hause war wusste ich ganz schnell, dass ich nicht ohne Hund sein will.

Ich vermisste es jeden Tag, dass mich ein kleiner Sonnenschein an der Haustür begrüßt, mich morgens wachschnüffelt oder mich nervt, weil er spazieren will. Und da ich zu dieser Zeit nur einen Minijob hatte, war mir klar – Wenn nicht jetzt, wann dann?

Allerdings sagte mir meine Mama, bei der ich zu dem Zeitpunkt noch wohnte von Anfang an, dass sie sich keinen mehr holen wird, weil sie es nicht immer wieder ertragen kann, wenn der Tag kommt an dem er wieder gehen muss. Sie hat das nun schon drei Mal durchgemacht und wollte es einfach nicht mehr.

Also begann ich heimlich Hunderassen zu googlen. Am liebsten hätte ich mir einen Hund aus dem Tierheim genommen, allerdings hatte ich keinerlei Erfahrung in Sachen Hundeerziehung und wollte fürs erste Mal lieber mit einem Welpen anfangen, um zu sehen, ob ich einem Hund überhaupt gewachsen bin und das hinbekomme. Außerdem wollte ich einen etwas kleineren Hund, den ich wenn ich ausziehe vielleicht eher in eine Wohnung mitnehmen konnte und den ich im Notfall auch mal für eine Nacht bei einem Familienmitglied unterbringen kann.  Nach langer Suche wurde mir klar, dass ich einen Yorkshire Terrier möchte. Denn obwohl sie nicht den besten Ruf haben, fand ich die einfach super! Ich googelte also Ende November schon einmal herum, weil ich so etwa im Januar bereit gewesen wäre und dachte, dass man da doch schon ein wenig früher anfangen sollte. Ich durchforstete alle möglichen Seiten und auf einmal stand ganz oben bei Ebay Kleinanzeigen ein neuer Post, ein paar kleine zuckersüße Yorkshire Babys waren auf dem Bild zu sehen und das ganz in der Nähe. Ich schnappte mir sofort mein Telefon und rief an und ich war die erste.Direkt am nächsten Tag fuhr ich hin und war sofort verliebt in alle fünf.

 

Aber wie entscheidet man nun, welcher der Richtige ist?

 

Ich stand also vor fünf wundervollen kleinen Welpen, die alle munter herumquitschten und mein Herz schmolz hahin. Aber als die Züchterin sagte „Jetzt können Sie sich einen heraussuchen“ war ich echt total überfordert. Alle waren gleich süß, also wie soll man das denn bitte entscheiden? Der Rüde war schonmal ausgeschlossen, da ich schon vorher irgendwie das Gefühl hatte, dass ich auch mal eine kleine Hündin haben wollte, obwohl er auch ein super süßer kleiner Kerl war. Als dann plötzlich zwei der Mädels schlafen ging dachte ich mir „Okay, sie wollen wohl nicht. Also eine dieser beiden!“ Aber wer? ich zeigte einfach spontan auf eine der beiden, war zwar unsicher, aber irgendwie musste ich mich ja entscheiden. Doch genau in diesem Moment ging auch sie weg und da saß nun noch ein einziges kleines Mädchen und sah mich mit diesem wundervollen und tiefen Blick an. Und genau in diesem Moment war alles klar. Sie hat mich ausgesucht und ich war mir plötzlich absolut sicher!!

Aber was habe ich in den letzten 4 Jahren gelernt?

 

  1. Verantwortung

Bevor ich einen Hund hatte konnte ich schlafen wann und wo ich mochte, konnte wegbleiben so lange ich wollte und auch mal ein paar Tage einfach nicht das Haus verlassen. Aber das war plötzlich anders. Ich musste einige Male in der Nacht mit Holly raus und um sechs Uhr war die Nacht vorbei. Sie wollte beschäftig werden, musste lernen, dass man Kabel nicht zerbeißen darf, wollte iiiiimmer essen und kannte es am Anfang nicht, alleine zu sein. Sie war ein kleines Baby und es stand plötzlich ganz allein in meiner Verantwortung, was aus ihr wird. Und seit vier Jahren, muss ich bei all meinen Plänen immer zuerst an meinen Hund denken, denn sie kann sich nicht wehren und es ist meine Aufgabe ihr Leben so schön wie möglich zu machen.

2. Nicht nur Menschen können unfassbar stur sein

Ich liebe meine kleine Holly, sie ist super lieb, mag jeden, bellt nicht und ist ein absoluter Sonnenschein. Aber sie hat ihren eigenen Kopf und wenn sie etwas nicht will, dann wird sie es auch definitiv nicht tun, egal wer es von ihr verlangt. Sie hört zwar meistens, aber wenn es ihr jetzt absolut ich in den Kram passt, dann tut sie es eben einfach nicht.

 

3. Die ständige Angst

Ich mache mir immer ziemlich viele Sorgen. Wenn ich sie einen Moment im Wald nicht mehr sehe, wenn  ich sie nachts nicht mehr schnarchen höre, wenn sie anfängt zu husten. Ständig sitze ich im Büro und überlege, ob ich auch wirklich alles zu gemacht habe. Ich habe einfach eine riesige Angst sie irgendwann zu verlieren und das bricht mir das Herz. Und wenn das schon bei meinem Hund so ist, wie soll das denn nur werden, wenn ich mal ein Kind bekomme…

 

4. Bedingungslose Liebe und Vertrauen

Ich liebe diesen Tier unendlich. Sie ist mein kleines Baby und ich würde einfach alles für sie tun. Sie ist mein erster eigener Hund und kein Hund der jemals kommt,  wird so besonders und einzigartig sein wie sie. Aber irgendwann wird sie nicht mehr da sein und mein Leben geht weiter. Aber bei ihr ist das anders. Sie hat nur die paar Jahre und in dieser Zeit bin ich (und natürlich mein Freund und alle die dazugehören) ihr Leben, wir sind von Anfang bis zum Ende da. Keiner kann so lieben wie ein Hund, denn diese Liebe ist bedingungslos. Egal wie lange ich weg war oder wie laut ich mit ihr schimpfe, sie ist mir nie böse, nie beleidigt und bettelt rund um die Uhr um meine     Aufmerksamkeit. Sie vertraut mir zu 100% immer und bei allem und diese Gefühl ist einfach so unfassbar schön!!

 

 

Happy Birthday mein kleiner Schatz! Hoffentlich kann ich diesen Satz so oft wie möglich zu dir sagen!

Wie geht es dir? Hast du auch Haustiere und was hast du dabei gelernt?

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