Lifestyle

Warum du sogar Angst haben solltest und niemals perfekt bist!

Du wolltest schon immer ein Tattoo aber bist nicht sicher, ob es zu dir passt?

Du würdest dich gerne ganz anders kleiden, aber ist das wirklich schön?

Du würdest gerne etwas ganz Neues tun aber hast Angst, dass jemand über dich urteilen könnte?

Du würdest gerne dein neues Projekt veröffentlichen aber findest es einfach noch nicht gut genug?

Du willst jemandem endlich mal deine Meinung sage, aber traust dich einfach nicht?

Okay, heute ist noch nicht der richtige Zeitpunkt. Vielleicht morgen. Vielleicht am Montag. Oder im Januar….

Kommt dir das bekannt vor? Mir auch.

Immer wieder hat man eine Idee, einen Traum oder einen Wunsch. Aber man hat Angst und tut es dann doch nicht. Und am Ende bereut man es.Dann kommt die nächste Idee – ja diese ist toll. Aber am Ende ist es doch nicht perfekt und du wirfst es wieder über Bord.

Angst

Wir wachsen mit dem Gedanken auf, dass wir unsere Ängste immer bekämpfen oder überwinden müssen, denn sie ist eine Schwachstelle. Wir werden immer unzufriedener, weil wir es einfach nicht schaffen, all unsere Ängste zu überwinden, denn dann kommt das Nächste, was uns Angst bereitet.

Ich denke aber, wir sollten vielleicht einfach mal ein wenig umdenken. Vielleicht geht es ja garnicht darum, unsere Angst zu bekämpfen, sondern eher darum, sie anzunehmen und daran zu wachsen. Wenn wir die Dinge einfach auch dann umsetzten, wenn wir Angst davor haben, rückt diese vielleicht doch Schritt für Schritt in den Hintergrund. Aber trotzdem kommen wir weiter, haben uns etwas Neues getraut  und sind somit daran gewachsen, egal wie schwierig es war. Wenn es dann eben in die Hose geht ist das schade, dann geht das Leben aber trotzdem weiter.

Ich hatte zum Beispiel eine riesen Angst davor „öffentlich“ darüber zu reden, dass ich diesen Blog hier führe. Ich dachte, dass das alles hier einfach nicht gut genug ist, um es zu zeigen und hatte riesige Angst, dass jemand über mich urteilt. Ich habe es Monate lang vor mir hergeschoben und immer neue Ausreden gefunden, warum jetzt immer noch nicht der richtige Zeitpunkt ist.

Doch dann wurde mir die Entscheidung abgenommen. Jemand hat den Blog gefunden und geteilt und plötzlich noch jemand. Ich hatte so Herzrasen, das kannst du dir nicht vorstellen. Aber dann habe ich den Mut gefasst es auch einfach mal zu teilen und plötzlich bekam ich einige Nachrichten von Freunden und Bekannten, denen mein Blog total gefallen hat. Es hat mich echt so glücklich gemacht und total motiviert weiterzumachen. Aber trotzdem fällt es mir jedes Mal super schwer, über den Blog zu reden, weil die Angst vor Ablehnung immer noch da ist und wohl auch so schnell nicht geht.

Die Sache mit der Perfektion

Ich denke einer der größten Gründe, warum wir Angst empfinden ist, dass wir denken wir müssten perfekt sein. Jeder will seine Makel verstecken oder verändern. Wir verschwenden so viel Zeit, Dinge zu verbessern, dass wir unsere Ziele immer weiter verschieben. Bei Anderen sieht meistens immer alles besser aus, scheint perfekt und wir wollen genauso sein.

Kleidung wirkt bei anderen immer perfekt, bei mir irgendwie nicht. Die Wohnung anderer ist immer perfekt eingerichtet und bei mir ist immer irgendwas was stört, egal wie viel ich verändere. Jemand anderes hat eine wundervolle Handschrift aber meine ist total hässlich auch, wenn ich mich richtig konzentriere.

Ich könnte hier noch tausend weitere Beispiele nennen, aber ich denke du verstehst vielleicht was ich meine. Jeder will immer haben was er nicht hat und so sein wie er nicht ist. Aber das geht nun mal einfach nicht. Vielleicht sollten wir unsere Makel eher als Merkmale oder Kennzeichen sehen und einfach akzeptieren, denn nur so können wir glücklich sein. Bei diesem Punkt solltest du vielleicht auch bedenken, dass jeder diese Gedanken hat. Vielleicht beneidet dich jemand anderes genau um die Dinge, die dich an dir stören, weil du sie einfach anderes wahrnimmst als jemand anderes und umgekehrt genauso.

Kommen wir also zum Punkt.

Mein Blog hat noch viele Ecken und Kanten und ist noch weit von Perfektion entfernt, aber je mehr ich es mit anderen teile, desto besser kann ich mich weiterentwickeln, denn ich bekomme Tipps oder komme einfach zu inspirierenden Gesprächen. Genau aus diesem Grund lohnt es sich die Angst immer wieder zu überwinden und es einfach zu tun.

Egal was es ist. Mach es heute, mach es jetzt, auch wenn es sich vielleicht komisch anfühlt. Du lernst daraus und beim Nächsten mal wird es besser. Beim nächsten Mal wirst du wohl immer noch Angst haben aber irgendwann wird es besser – dann kommt die Nächste Angst und damit machst du es genauso. Und wenn du scheiterst, dann steh eben wieder auf und mach weiter!

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