Kleine Auszeit – durchatmen, neu sortieren und wieder loslegen!

Vor knapp drei Wochen kam ich an einen Punkt, an dem ich dringend eine Auszeit gebraucht habe. Eine Auszeit von ALLEM –Von der Arbeit, von manchen Leuten, manchen Situationen. Ich brauchte Zeit für mich ganz alleine. Zeit um mich zu sammeln, alles neu zu sortieren und wieder klarzukommen. Ich kann gar nicht genau erklären was mich gestresst hat und warum ich an diesen Punkt kam, aber er war einfach da und ich wusste, dass ich einfach ein paar Tage für mich brauche.

Ich fühlte mich irgendwie komisch, wusste nicht, wie ich mit jemanden darüber reden soll oder ob ich überhaupt reden soll. Aber ich habe es getan und ich bin so froh darüber. Alle Freunde und Verwandten, mit denen ich gesprochen habe wussten genau was ich meine und haben mir gesagt, dass sie auch mal an diesem Punkt waren. Und genau das veranlasst mich zu diesem Beitrag, denn ich denke wir sollten öfter auch mal über die negativen Dinge im Leben reden!

Jeder Mensch hat andere Stressfaktoren. Vielleicht ist es die Arbeit, die Familie, eine Krankheit oder einfach verschiedene Situationen, die einen an die eigenen Grenzen kommen lassen. Doch trotzdem sind sie bei jedem da, jeder hat sie und egal was es ist, es ist immer schlimm zu merken, dass man an seine Grenzen kommt. Denn natürlich will man stark sein oder zumindest so wirken. Man will alles schaffen und nicht zugeben, dass es manchmal einfach nicht mehr geht. 

Dazu kommt, dass man durch Instagram und Co auch immer nur die Sonnenseiten der anderen sieht. Man bekommt schnell das Gefühl jeder andere wäre schöner, talentierter, disziplinierter oder glücklicher. Kaum einer zeigt es, wenn es ihm nicht schlecht geht, denn das wäre ein Zeichen von Schwäche. Alles ist immer schön und toll aber im eigenen Kopf sieht es anders aus.

Keine Angst, das soll jetzt nicht klingen als wäre ich hochgradig depressiv – so ist es auf keinen Fall. So schlimm ist es auch nicht und es gibt bestimmt auch einige da draußen, die wesentlich schlimmere Probleme haben als ich, aber es könnte eben auch besser sein.

Aber als ich gemerkt habe, dass dieser Punkt nun einfach erreicht ist, musste ich für mich eine Entscheidung treffen und die Reißleine ziehen.

Ich habe mir nun fast zwei Wochen genommen um mich irgendwie wieder zu sortieren. Zeit für mich ganz alleine. Zeit in der ich nur die Dinge gemacht habe die mir guttaten und die ICH wollte. Natürlich kann man nicht komplett alles stehen und liegen lassen, denn Haushalt, Familie und so weiter sind ja immer noch da. Aber vielleicht weißt du was ich meine. Ich habe auch einfach Mal „nein“ gesagt oder mal ein, zwei Tage einfach nur Gossip Girl geschaut und alles andere liegen lassen. Ich habe gelesen, geschlafen, war spazieren oder hab einfach mal die Musik aufgedreht und getanzt. Und ich kann dir nicht in Worte fassen, wie gut es tut, einfach mal nicht zu „funktionieren“ wie es verlangt wird.

Ich gebe dir also hiermit den Tipp rechtzeitig eine Pause einzulegen, denn wenn du über diesen Punkt hinausschießt, kann es passieren, dass es ganz bergab geht und wenn es soweit ist, ist es schwer wieder herauszukommen. Rede mit deiner Familie, dienen Freunden oder deinem Partner. Wenn das nicht geht finde jemanden mit dem du reden kannst. Mein Freund und auch alle anderen hatten super viel Verständnis für mich, haben mich unterstützt und waren für mich da und ich bin sicher, dass die Menschen, die dich lieben auch für dich Verständnis haben werden! 

Aber um diesen Beitrag nicht zu negativ enden zu lassen kann ich dir sagen, dass es mir jetzt schon besser geht. Ich habe Energie getankt, einige Erkenntnisse für mich selbst getroffen und will jetzt wieder positiv in die Zukunft sehen denn wie sagt man so schön…

You can´t have a rainbow without  any rain

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