Bin ich Social-Media süchtig?

All die, die ungefähr in meinem Alter sind müssten dieses Problem kennen. „Die Jugend heut´ zutage, immer am Handy“ „Habt ihr sonst nichts zu tun, als immer am Handy zu sitzen?“
Aber hat die ältere Generation recht? Sind wir social-media süchtig? Ich denke die meisten von uns würden sagen NEIN! Aber bist du dir da wirklich sicher? Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir da bei mir nicht so sicher bin. Natürlich, bin ich nicht wirklich richtig süchtig, denn wenn es wirklich soweit kommt, dass es gar nicht mehr ohne geht, sollte man sich Hilfe suchen, trotzdem gibt es einige Dinge die mir zeigen, dass Social Media mich doch sehr beeinflusst.

Der erste Blick am Morgen


Ich weiß nicht wie es dir geht, aber das erste, das ich am Morgen tue, ist es mein Handy zu checken. Als erstes ist Whats App dran, danach wird geschaut, ob sich etwas bei Instagram getan hat, und falls ich auch noch eine kleine rote Zahl an meiner Facebook App sehe, wird dort natürlich auch reingeschaut. Erst wenn das alles gecheckt ist, kann der Tag so richtig losgehen.

Ständige Ablenkung


Egal, ob ich am lesen bin, ob ich gerade einen Film schaue oder mit Freunden unterwegs bin, ständig geht der Blick aufs Handy. Falls ich es doch einmal vergesse, muss ich spätestens, wenn es vibriert doch mal einen Blick darauf werfen.  Ich persönlich hasse diese Eigenschaft an mir, denn es führt dazu, dass man wesentlich weniger schafft oder einfach für manche Dinge ewig braucht.

Die Jagt nach Likes


Ich bin zum Glück kein Mensch, der am Boden zerstört ist, wenn ein Bild mal wenige Likes bekommt, oder wenn ich Follower verliere. Früher war mir das vollkommen egal, doch da ich mittlerweile doch etwas mehr Zeit in die Bilder stecke, die ich Poste muss ich sagen, dass ich doch immer wieder schaue, welche Bilder gut und welche nicht so gut ankommen. Und natürlich freue ich mich total über jeden neuen Follwer und vor allem über nette Kommentare. Trotzdem bin ich mir immer noch im Klaren, dass das nicht die „Reale Welt“ ist und dass andere Dinge wesentlich wichtiger sind. Falls das bei dir nicht der Fall ist, tu mir bitte den Gefallen und suche dir jemanden, mit dem du darüber reden kannst, denn das ist auf Dauer nicht gesund!!

Die Abhängigkeit


Und jetzt kommt der Punkt, den ich persönlich doch am schlimmsten Finde. Denn wer kennt diesen Schockmoment nicht, wenn man feststellt, dann man das Handy zu Hause vergessen hat. Nicht nur, dass man bei Wartezeiten nicht weiß, was man mit sich anfangen soll und man schnell nervös wird, da man einfach nichts mitbekommt und das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben. Das Schlimmste ist, dass man einfach total abhängig ist. Ich kann mittlerweile außer ein paar wenige Nummern (die die mir schon als Kind eingetrichtert wurden) keine mehr auswendig. Nicht einmal die von meinem Freund. Das heißt also für mich –  wenn etwas passiert und ich das Handy nicht dabei habe, bin ich total aufgeschmissen, weil ich keinen erreichen kann.


In meinem Vorstellungsgespräch kam bei mir die Frage „Nennen Sie einen Gegenstand, ohne den Sie in Ihrem Alltag nicht können“ (oder so…). Damals war meine Antwort: „Ich weiß, das hört sich jetzt nach typischer Jugendlichen an, aber bei mir ist das definitiv mein Handy. Ohne  das bin ich leider total aufgeschmissen!“
Zu meinem Glück musste mein Chef lachen und meinte, dass es bei ihm auch so sei.

Ich denke es ist nichts verwerfliches daran, wenn man Social Media in seinen Alltag einbindet, denn für mich ist es auch einfach ein Weg mit Leuten in Kontakt zu treten und Inspirationen zu finden. Doch man sollte trotzdem nicht vergessen, dass es nicht das Wichtigste ist, welche Zahl unter seinem neusten Instagrampost steht. Solange das nicht euer wichtigster Gedanke ist, ist doch alles gut, denn so ist es eben einfach in der heutigen Zeit 

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