Über das bereuen, etwas NICHT getan zu haben.

Seit Monaten habe ich geplant, diesen Beitrag zu schreiben. Aber ich war nie sicher, wie genau ich ihn haben will. Ich habe es seit Wochen vor mir hergeschoben und heute habe ich das dringende Bedürfnis, darüber zu schreiben. Jeder der gerne schreibt weiß wohl, dass man für manche Themen einfach auf den richtigen Moment warten muss. Denn wenn man versucht einen Text zu schreiben, nur weil er laut Plan eben an der Reihe ist, wird man das herauslesen können. Und was soll ich sagen? – Vielleicht ist es heute einfach an der Zeit, diesen Beitrag zu verfassen.

Es geht um das Bereuen

Allerdings nicht darüber etwas zu bereuen, das man gesagt oder getan hat, sondern etwas zu bereuen, das man tun wollte, es aber nicht getan hat. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich hatte diese Situation schon oft. Es gibt so viele Dinge, die ich tun wollte oder von denen ich geträumt habe und es dann doch aus verschiedenen Gründen nicht getan habe. Ein kleines Beispiel dafür wäre (wie wohl bei Einigen) die Sache mit der gesunden Ernährung und dem Sport. Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich angefangen habe Sport zu treiben und es dann doch irgendwann wieder vernachlässigt habe. Jetzt sitze ich hier mit fast 23 Jahren und denke darüber nach, wieweit ich heute wohl wäre, wenn ich es einfach verdammt nochmal durchgezogen hätte. Nein, stattdessen versuche ich nun schon wieder meinen (leider immer noch zu dicken) Po von der Couch zu heben und das Ganze endlich mal richtig durchzuziehen. Ja, hier geht es um eine reine Motivationssache, aber es gibt natürlich noch viel mehr Chancen, die ich verpasst habe.

Ein weiteres Beispiel meinerseits wäre das Thema Socia Media. Als ich 15 war (ja, das ist nun tatsächlich fast 8 Jahre her) habe ich einen eigenen Youtubekanal gestartet. Damals war Youtube noch lange nicht so groß wie heute. Die meisten haben lediglich ihre Musik dort abgespielt, aber ich verfolgte schon einigen Beauty Youtubern die damals noch ziemlich am Anfang waren. Es gab ein „Zuschauertreffen“, bei denen tatsächlich knapp 10 Leute kamen. Heute sind diese Personen superreiche und erfolgreiche Geschäftsleute und zählen quasi als prominent. Ich war total fasziniert davon, diese Videos zu machen. Also schnappte ich mir die Kamera meiner Mama, stapelte Bücher so hoch, dass man mich sehen konnte und drehte mein erstes Video, ein Oktoberfest Haart-Tutorial. Ich besorgte mir irgendein teures Schnittprogramm und war super stolz, als mein erstes Video online war. So ging das ca. 3 Monate weiter und ich erreichte sogar tatsächlich in dieser Zeit schon etwa 300 Abonnenten und ich liebte es. Es wusste keiner, denn es war mein kleines Geheimnis.

Als ich dann mit meinem ersten Freund zusammenkam, überwindete ich meinen Schweinehund und gestand es ihm. Da das Ganze damals eben noch total unbekannt war, lachte er mich total aus und fragte, welcher Mensch so dumm ist und sich tatsächlich selbst beim Schminken filmt. Ich schämte mich wirklich sehr und so jung und dumm wie ich war, hörte ich auf damit. Mittlerweile ärgere ich mich so sehr darüber, denn wer weiß, wie mein beruflicher Werdegang gewesen wäre, wenn ich einfach das getan hätte, was ich wirklich wollte. Vielleicht, hätte ich mir eine Zeit lang dumme Sprüche anhören können, aber immerhin hätte ich es durchgezogen. Und auch wenn daraus nichts geworden wäre, hätte ich es wenigstens versucht!

Aber warum erzähle ich dir nun irgendwelche Geschichten aus meiner Teenagerzeit? Weil ich will, dass du es besser machst.

Überlegen wir nun erst einmal, welche Gründe uns daran hindern, etwas NICHT zu tun. Meistens ist es doch die Angst. Die Angst davor, was „die Leute“ denken oder sagen könnten. Die Angst davor dumm dazustehen oder sogar ausgelacht zu werden. Vielleicht ist es auch die Angst zu versagen oder etwas falsch zu machen. Man geht dann doch lieber auf Nummer sicher, denn so wird es uns oft von der Gesellschaft beigebracht. Aber sind wir mal ehrlich? Wie dumm ist das eigentlich? Ich meine, wenn man Etwas wirklich will und es versucht gibt es zwei Möglichkeiten, wie es enden könnte. Entweder, es läuft schlecht und es funktioniert nicht. Das ist dann zwar echt schade, aber – SO WHAT? Die zweite Möglichkeit wäre allerdings, dass es richtig gut läuft und es dich glücklich macht, denn du hast dein Ziel erreicht und das geschafft, was du wirklich schaffen wolltest! Und das ist doch genau das, worum es im Leben geht oder? Darum das DU glücklich mit dir selbst und mit deinem Leben bist.

Ich bin gerade auch wieder an einem Punkt, an dem ich überlegen muss, wie es für mich weitergehen soll. Gehe ich den „leichten“ Weg und gehe auf Nummer sicher, oder versuche ich doch ein wenig über den Tellerrand herauszuschauen und wage etwas Neues. Dieses Mal ist es leider nicht ganz so einfach, weil ich hierbei nicht alleine um mich und meine Launen geht, aber trotzdem gibt es eine Entscheidung zu treffen.

Also lasst uns doch versuchen, auch mal Risiken einzugehen, wenn das Ergebnis uns glücklich machen könnte. NEIN – ich will dich jetzt nicht dazu ermutigen alles hinzuschmeißen und um die Welt zu reisen, aber vielleicht konnte ich dir ja bei der ein oder anderen Entscheidung helfen!

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