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Wenn der Tod deine Sicht auf die Welt verändert

Im letzen Jahr sind zwei Menschen in meiner Umgebung gestorben. Beide haben mir zwar nicht besonders nah gestanden und ich habe sie nicht oft gesehen, aber trotzdem haben Sie es geschafft meine Sicht auf die Welt komplett zu ändern. Denn durch diese traurigen Ereignisse, habe ich angefangen viel über mich und mein Leben nachzudenken und ich denke, dass die Meisten einmal an diesen Punkt kommen werden.
Die Meisten von uns haben doch dieses Bild von dem „perfekten Leben“. Ein guter Abschluss, eine gute Ausbildung, einen guten Job finden, Weiterbildungen machen, Karriere machen, Geld verdienen. Wenn dann der richtige Partner gefunden ist darf man bloß nicht zu früh zusammenziehen. Nach einigen Jahren wird dann geheiratet, dann wird ein Haus gekauft und wenn man dann Karriere gemacht hat, Geld verdient hat und viel von der Welt gesehen hat, dann kommen vielleicht auch Kinder. Dann versucht man die perfekte Mama zu sein, soll aber natürlich auch weiterhin erfolgreich im Beruf sein…bla bla bla..!!

Aber ist das wirklich das, was uns am Ende Freunde macht? 

Ich bin mir da noch nicht sicher. Naja, wahrscheinlich bin ich da auch nicht das perfekte Beispiel, denn ich habe da sowieso eine etwas andere Reihenfolge im Kopf.

Aber zurück zum Anfang. Im Sommer 2017 stab eine Bekannte, ganz kurz vor Ihrer Rente. Sie hat Ihr Leben lang nur gearbeitet, hat keine Familie gegründet. Sie lebte für Ihren Job und für Ihre Freunde. Sie opferte sich für alle, denn das Glück der anderen stand für sie im Vordergrund. Sie hatte in den letzten Jahren vor Ihrem Tod keinen Tag Urlaub, denn auf der Arbeit wurde sie gebraucht. Nicht nur zum arbeiten, nein sie war auch diejenige die jeden Tag für alle Mitarbeiter ein Mittagessen kochte.. Jetzt mal ehrlich, wie viele Menschen würden das tun? Sie steckte alle Energie in ihren Job, vernachlässigte die regelmäßigen Arztgänge, die jeder von uns tun sollte und dann?? Bei ihr wurde Krebs festgestellt und zwei Wochen später war sie tot und das ganz kurz vor der Rente.
Diese Geschichte hast mich sehr traurig gemacht und ich muss sehr oft an Sie denken.
Vor wenigen Tagen kam dann der nächste Schock. Ein anderer, guter Bekannter starb im Alter von 41 ganz plötzlich, da sein Herz einfach versagte. Er war einer der weisesten Menschen die ich kannte. Er war schon an so vielen Orten der Welt, hat im Krieg gekämft und konnte einem stundenlang Geschichten erzählen. Ich kannte Ihn leider nur ein Jahr und habe ihn auch nicht sehr oft gesehen, aber ich habe ihn wirklich sehr bewundert. Denn obwohl es ihm an Geld nicht mangelte hielt er nichts von materiellen Dingen. Ihm lag nichts an tollen Autos, an teuren Marken oder ähnlichem. Alles was ihn glücklich machte war es andere glücklich zu machen. Er veranstaltete ständig irgendwelche Feste, lud seinen gesamten Bekanntenkreis ein, kochte und versorgte alle mit Getränken und tollen Geschichten. Aber leider achtete auch er nicht so sehr auf seine Gesundheit, was leider dazu führte, dass er nicht besonders alt wurde.
Es kann so schnell vorbei sein und deshalb sollten wir uns genau überlegen, was für uns wichtig ist und was wirrem Leben wirklich erreichen wollen.
Deshalb habe ich für mich beschlossen, dass ein paar Dinge gibt, die ich geschafft haben möchte, wenn ich irgendwann an mein Leben zurückdenke.

1. Ich will eine Familie gründen und zwar nicht dann, wann Andere es für richtig halten, sondern dann, wann es für mich und meinen Partner passt.

2. Ich will Erfolg im Beruf haben, was allerdings nicht unbedingt heißt, dass ich eine Führungsposition habe und Massen an Geld verdienen. Sondern ich will einen Job haben, der mir Spaß macht, für den ich morgens gerne aufstehe und bei dem ich genug verdiene um davon leben zu können. Ob ich dann für Andere nach Außen erfolgreich bin oder nicht, ist mir eigentlich relativ egal.

3. Ich will das getan haben, was mich glücklich macht, nicht das, was Andere von mir verlangen.

4. Ich will mit alle Menschen gut behandeln, Ihnen helfen und nicht egoistisch sein. Aber nur so weit, dass ich mich selbst nicht vernachlässige.

5. Ich will am Ende glücklich sein und vor allem stolz, weil ich mein Bestes getan habe und keine Lebenszeit vergeudet habe!!

Kussi,

Eure Lena

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